Über mich
Ich bin eine Löwenseele
"Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur" (Jean Paul)
Schon als junges Mädchen fand ich dieses Zitat unglaublich eindrucksvoll. Auch wenn ich mich dort nie gesehen hatte, lag für mich in diesen Zeilen ein unglaublicher Mut, weil es bedeutet die Dinge nicht so zu tun, wie sie jeder tut oder Dinge zu hinterfragen - einen Weg zu gehen, den nicht jeder geht, bedeutet, allein zu sein und genau dies fürchtete ich viel Jahre sehr und tue es vermutlich noch heute.
Irgendwann habe ich aber erkannt, dass dies immer schon ein Teil von mir war. Ich hatte schon als junges Mädchen häufig das Gefühl anders zu sein, nicht reinzupassen und immer wieder Menschen zu verlieren. Die schlimmste Annahme war jedoch der Glaube, dass es an mir lag und daran, dass ich einfach nicht gut genug war. Die Stimmen von außen schallten: zu laut, zu leise, zu sensibel, das bildest du dir ein, zu dramatisch, nie dabei, zu faul, zu unordentlich, ist das Kunst? Das zeigen wir lieber keinem usw. Das Resultat: keinerlei Selbstwert, schweigsam, unauffällig, geht in der Masse unter, passt nicht in die Schubladen und ein Nervensystem im Überlebensmodus, keine Ahnung, was ich wollte und körperliche Zicken.
In den ersten Tagen des Jahres 2017 traf ich endlich eine Entscheidung FÜR mich! Kein Durchhalten mehr, sondern: Nach dem erfolgreichen Abschluss meines Lehramtstudiums entschied ich mich gegen das Referendariat, welches sich vor mir auftürmte, wie ein Käfig, den ich nicht wollte. Dies war das erste Mal, dass ich erkannte, eine Entscheidung für mich, ist eine Entscheidung für meinen Körper und er belohnte mich, mit der Schwangerschaft, die ich lange ersehnte.
Mutterschaft stellte mich vor ganz neue Herausforderungen und ich meine nicht die Klassischen. Denn mein Kind war wie ich, irgendwie nicht passend genug. Doch Mutter sein, bedeutete für mich zur Löwin werden! Der Beginn meiner eigenen Intuition zu folgen, was das Beste für uns als Familie war. Der Druck von außen wurde immer größer. "Aber man MUSS doch" - doch ich fand meine Stimme, denn ich wusste ganz tief in mir, was für uns richtig ist. Mich selbst konnte ich vielleicht unterdrücken und in eine Form pressen, die nicht meine war - niemals aber hätte ich dies für mein Kind gekonnt. Also beschritt ich neue Wege, erzog mein Kind Zuhause - die ganzen sieben Jahre lang. Eine Reise die mich Selbsterlaubnis und Selbstliebe lehrte. Jede Entscheidung für ihn, war eine für mich. Jede Erlaubnis, dass es okay ist, wie man ist und das man wundervoll ist, einfach WEIL man ist und nicht weil man irgendetwas erreicht, war eine Erlaubnis man selbst zu sein. Ich begegnete meinen tiefen Abgründen, Wunden, Blockaden und der Erkenntnis, dass man Zeit seines Lebens immer wieder und weiter heilt.
Ich begann mich in dieser Zeit mit Themen zu beschäftigen, für die mich viele belächelten. Testete schamanische Reisen, Rückführungen und traute mich an einen ersten Kurs in die spirituelle Medialität. Lernte Hellsinne kennen und lernte zuzulassen, dass die Dinge, die ich fühle, sehe und weiß, nicht immer allein von mir kommen und erlaubte mir es da sein zu lassen. Erlaubte mir meine Sensibilität und Sensitivität. Die Stimmen im Außen blieben: "Eine Schamanische Ausbildung? Und noch eine energetische Ausbildung? Du beschäftigst dich mit Neurodivergenz, wozu? Nervensystem? Ah ha. Und was bringt dir das alles?" Doch diesmal haben die Stimmen keine Wirkung mehr, denn ich lernte, die einzige Stimme die für mich zählt - ist meine eigene.
Die Antwort darauf ist also einfach: Ich komme bei mir und in meinem Leben an. Verbinde mich wieder mit dem, was ich liebe, wie dem Schreiben von Büchern, dem Malen, dem kreativen Experimentieren, gebe meinen Emotionen Raum und Ausdruck und frage nicht mehr, ob die Dinge "sinnvoll" sind, denn alles was es braucht ist, dass sie erfüllend sind.
Eure
Luise - Löwenseele

Spaziergang am Abend. 2026 mit Ölkreide

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